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der Geburt Geburtshilfe Als Geburtshilfe bezeichnet
man die Fachrichtung der Medizin,
die sich mit der Überwachung normaler und pathologischer Schwangerschaften sowie
der Vorbereitung, Durchführung und Nachbehandlung normaler und pathologischer Geburten einschließlich
der erforderlichen Operationen befasst.
Sie gehört zur Frauenheilkunde.
Außerdem gehört dazu die Tätigkeit von Hebammen und
Entbindungshelfern.
Vaginale Geburt Die vaginale Geburt eines
Kindes wird durch drei wesentliche Faktoren bestimmt: das Geburtsobjekt (Baby,
Plazenta), den Geburtskanal und
den Geburtskräften. Aus der wissenschaftlichen Fachliteratur sind verschiedene
Geburtskräfte bekannt, welche die vaginale Geburt eines Kindes fördern
oder hemmen. Geburtsfördernde Kräfte sind hierbei die Wehen und
die Schwerkraft,
geburtshemmende Kräfte sind die Dehnkraft des Muttermunds und
die Reibungskraft zwischen dem Kind und dem Geburtskanal.
Geburtsgel Die Wirkung des Geburtsgels ist rein physikalisch. Durch
die Anwendung von Geburtsgel im Geburtskanal wird ein bioadhäsiver Gleitfilm
auf der Vagina induziert.
Dieser Gleitfilm reduziert die geburtsbehindernden Reibungskräfte zwischen
der Mutter und dem Kind und die Geburt wird dadurch erleichtert. Geburtsgel zeichnet
sich durch eine hohe Mukoadhäsivität und eine hohe Wasserbindungskapazität
aus. Geburtsgel verkürzt sowohl die Eröffnungsphase als
auch die Austreibungsphase.
Eröffnungsphase
Durch die Ausschüttung von Oxytocin durch
die Hypophyse werden
unregelmäßige Wehen in einer Frequenz von vier bis sechs Wehen je
Stunde ausgelöst. Diese Frequenz erhöht sich im Verlauf der Eröffnungsphase
auf eine Wehe alle drei bis fünf Minuten.
Die Wehen haben zur Folge, dass sich der Muttermund öffnet und der Kopf des Säuglings in den Geburtskanal geschoben wird und auf den Gebärmutterhals drückt. Das Myometrium übt Druck auf die Fruchtblase aus; diese platzt am Ende der Eröffnungsphase und leitet die Austreibungsphase ein. Während der Eröffnungsphase sollte die werdende Mutter, sofern ihr gesundheitlicher Zustand dies zulässt, nicht ständig liegen, sondern herumlaufen, da so auf natürliche Weise Druck auf den Geburtskanal ausgeübt wird und somit der Geburtsvorgang beschleunigt wird, in dieser Zeit werden mithilfe eines CTGs die Herztöne des Kindes überwacht. Austreibungsphase Als Austreibungsphase bezeichnet man den Abschnitt des Geburtsvorgangs
zwischen der vollständigen Öffnung des Muttermunds und der vollständigen
Geburt des Kindes. Sie folgt damit der Eröffnungsphase. Dammriss Ein Dammriss ist das Einreißen des Gewebes zwischen Vagina und After,
dem Damm,
bei der Geburt.
Durch starke Dehnung des Dammgewebes, meist durch den Kopf des Neugeborenen,
selten auch durch die Schultern, kommt es zum Riss. Er erfolgt meist an der schwächsten
Stelle des Gewebes, also median vom Scheideneingang in
Richtung After.
Saugglocken- Zangengeburt (Vakuum/Zange) In häufigen Fällen muss das Baby mit der Hilfe
einer Saugglocke oder einer Zange geboren werden.
Kaiserschnitt
Bei der Schnittentbindung bzw. beim Kaiserschnitt (Sectio
caesarea, aus dem Lateinischen, zu deutsch „kaiserlicher (caesarea)
Schnitt (sectio)“) wird der Säugling auf
operativem Wege aus dem Bauch der Mutter geholt.
Es wird ein tiefer Unterbauch-Querschnitt an der Schamhaargrenze (Pfannenstielschnitt)
vorgenommen.
Quellennachweis Die Zusammenstellung dieses Glossars basiert zum Teil auf
Artikeln aus der freien Enzyklopädie Wikipedia,
verlinkt auch wieder zu deren Artikeln und steht unter der GNU-Lizenz
für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste
der Autoren verfügbar. Bitte lesen Sie auch unseren Haftungsauschluss über
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